Die Muster-Monster

Gedanken am 5.4.2020 - Die Muster-Monster

Es ist eine besondere Zeit in der wir Leben. Das ist ein Fakt dem vermutlich alle beipflichten.
Ich nehme war, dass in vielen Bereichen grosse Uneinigkeit ist. Der Verstand beruft sich auf die Fakten die uns vorgelegt werden. Diese werden dann als allgemeine Wahrheit angenommen. Ich beobachte, dass es vielen Menschen schwer fällt sich dem hinzugeben was das Herz spürt. «Ja das ist ja blos das Herz…» überhaupt das Wort «spüren» ist für viele eine Herausforderung. Weshalb genau? Diese Antwort, wie auch die der sogenannte Wahrheit, findet jeder Mensch nur in sich selber.

Ich verbrachte die vergangenen Tage viel in der nahen Natur. Diese Zeit bringt mich ein ganz schönes Stück näher zu mir selbst. Ich gehöre zu denjenigen Menschen die jetzt runterfahren «müssen». Mir wurde das arbeiten vom Staat untersagt. Ich muss/darf zuhause bleiben.
Das bringt Ängste und Unsicherheiten ans Licht. Die Ureigenen inneren Monster bekommen Raum.
Hierzu ein wunderbarer Song von meinem Freund Res Wepfer.
https://www.youtube.com/watch?v=jPysEndgvG0

Diese »Monster» ich nenne sie auch «Muster», die uns auf Schritt und Tritt begleiten haben jetzt Hochkonjunktur. Sie zeigen sich mehr als im «normalen» Alltag. Wir Menschen sind sehr gut eingerichtet und haben eine unglaubliche Stärke unsere «Muster-Monster» zu verdrängen.

Ich lade alle ein, die eigenen sogenannten «Muster-Monster» anzuschauen. Ich denke das ist jetzt eine gute Zukunftsvorsorge für jeden einzelnen aber auch für das Kollektiv.
Die «Muster-Monster» laufen momentan umher wie die Zombies. Sie sind aber auch ein wertvoller Spiegel, im Kleinen wie im Grossen. Ich denke da auch an die Ängste welche bei manchen Menschen zu Hamsterkäufen führen, oder an so manche Kommentare auf den sozialen Medien und auch in der Presse.
Es gibt einen wunderbaren Zombiefilm welchen ich sehr empfehlen kann. Er ist witzig, und hält uns dennoch klar den Spiegel vor.
Hier der Trailer zum Film (Achtung es ist wirklich ein Zombie-Film):
https://www.youtube.com/watch?v=b8w8sX4T7oA

Dieses Virus - unsichtbar - nicht fassbar. Dennoch zieht es die volle Aufmerksamkeit auf sich. Ich finde es Interessant zu beobachten was es mit uns als Menschheit macht.
Als gäbe es nichts anderes mehr… Plötzlich wird so vieles möglich, was bis vor kurzem undenkbar war…

Die Angst vor dem Kontrollverlust, dem Verlust der Sicherheitszone scheint mir unter der Oberfläche das grosse Thema dieser Tage zu sein. Und dennoch geben wir gerade jetzt ein grossen Teil der Kontrolle ab.
Für mich persönlich eine nicht unwesentliche Frage, ist die des Bargeldes. Wenn wir nicht schon umgestellt haben, dann sollen wir spätestens jetzt Bargeldlos, am besten Kontaktlos bezahlen.
Oder auch die ganze Geschichte mit dem immer verfügbar sein. Das sogenannte «Internet der Dinge» wie es angekündigt wird. Wer hat da wirklich etwas - und was genau - davon?
Und was hängt alles damit zusammen?

Das sind Themen wo ich festgestellt habe, dass man sich damit schnell aus dem Fenster lehnt.

Ich lade jeden Menschen ein. In sich zu gehen und zu spüren was er/sie sich wirklich wünscht und wer sie/er wirklich ist.
Ich habe den Eindruck; dass wir uns nur erinnern müssten, dass wir in uns eigentlich ganz genau wissen wie es funktioniert. Der Zugang zu diesem Wissen wurde in den letzten paar Jahrzehnten, oder Jahrhunderten verschüttet.

Ich, ganz persönlich wünsche mir zum Beispiel ganz praktisch, dass in naher Zukunft maximal die hälfte der bisherigen Flugverkehrbewegungen stattfinden. Dass wir keine vergifteten Nahrungsmittel mehr in den Supermärkten anbieten. Dass die Grosskonzerne verantwortungsvoll und nicht blos wirtschaftlich handeln und; dass in Zukunft jedes Wesen und jeder Mensch würdevoll leben darf…

Oder soll es so weiter gehen wie es vorher war?
Wäre es nicht an der Zeit, das grosse Ganze im Auge zu behalten, wenn wir schon die Chance dazu bekommen?

Ich denke wenn wir Menschen nicht grundsätzlich etwas ändern, dann ist es eine Frage der Zeit bis wir ins nächste «Schlamassel» rennen.

Jeder muss bei sich selber anfangen - dazu hilft es, die eigenen «Muster-Monster» anzuschauen und ihnen die nötige Aufmerksamkeit zu geben, damit sie sich endlich wandeln dürfen.

Jeder schafft seine Realität und somit auch seine Wahrheit selber. Da hilft es nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen. Auch nicht, wenn man denkt, dass eine Meldung die man hört eine böse Verschwörungstheorie ist. Vielleicht sieht etwas beim zurückschauen ganz anders aus.

Und zum Schluss, das ist nicht von mir, aber es gefällt mir und ich unterschreibe es:
«Du bist nicht Deine Gedanken»

Sei geherzt
Manuel


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